Rezension „Hohe Schule der Elektronik“

Cover des Buches "Hohe Schule der Elektronik"„Hohe Schule der Elektronik“ ist die deutsche Übersetzung von „Arts of Electronics“, einem der Standardwerke der Elektronik. Geschrieben wurde es von Paul Horowitz und Winfried Hill. Die deutsche Ausgabe ist beim ELEKTOR-Verlag erschienen.

Dieses Buch führt sehr systematisch an die Elektronik heran. Es umfasst fast alle Bereiche der Elektronik und erklärt sie gut verständlich. Dabei wird vermieden, übermäßig mathematisch zu werden, allerdings wird die Mathematik auch nicht ganz ausgeklammmert. Nach jedem Kapitel gibt es einen Teil mit guten und schlechten Schaltungen, die zeigen, wie man es (nicht) machen sollte.

Allerdings hat dieses Buch auch einige Fehler, die sich bei der Übersetzung eingeschlichen haben. Ich habe deshalb begonnen eine Fehlerliste zu erstellt.

 

Band 1

Der erste Band beschäftigt sich mit den Grundlagen und der analogen Schaltungstechnik. Zu Beginn wird die Spannung und der Strom vorgestellt. Weiter gehts mit dem (komplexen) Ohmschen Gesetz, einfachen Transistorschaltungen und Schaltungen mit Operationsverstärkern. Durch praxisbezogene Beispiele und Tipps der Autor zu Dimensionierung und häufig gemachten Fehlern ist ein recht einfacher und schneller Einstieg möglich. Im Anhang wird zusätzlich noch das Messen mit dem Oszilloskop und die Differentialrechnung erklärt.

Band 2

Der zweite Band beschäftigt sich mit Digitaltechnik. Im ersten Kapitel wird sehr gut der Unterschied zwischen analog und digital erklärt. Auch verschiedene Binärcodes werden kurz vorgestellt. Von diesen Grundlagen geht es über einfache Logikschaltungen zu Mikroprozessoren und -controllern. Selbst der 8086-Assemblerbefehlsatz wird erwähnt. Die verschieden Verfahren zur Analog-Digital- und Digital-Analog-Wandlung und dabei auftretende Fehler werden anschaulich dargestellt. Es werden auch Techniken der Elektronikkonstruktion erwähnt, mit denen ein schnelles und sicheres Entwerfen von Schaltungen möglich ist. Außerdem geht es um Hochfrequenz- und Hochgeschwindigkeitsschaltungen sowie Kleinleistungs- und Messtechnik.

Fazit

Dieses Buch deckt fast alle Bereich der Elektronik ab und kann sehr gut als umfangreicher Einstieg in die Elektronik verwendet werden. Insgesamt ist es für jeden (werdenen) Elektroniker eine gute Wahl.

Fehler bei der Ansteuerung von LC-Displays

Wer es selbst schon einmal probiert hat weiß, dass die Ansteuerung von LC-Displays manchmal schwierig sein kann. Deshalb liste ich hier mal die häufigsten Fehler auf.

  1. Das Timing

    Das Timing ist der wohl am häufigsten gemachte Fehler. Das in den Datenblättern angebene Timing sollte man tunlichst einhalten.

    • Es handelt sich um kein Original-Hitachi-Display? Dann sollte man versuchen, die Warteschleifen weiter zu vergrößern, da diese LCDs manchmal geringfügig andere Timings benötigen. (siehe Datenblatt!)
    • Der Widerstand zwischen Pin 24 und 25 des HD44780 ist größer als 91KOhm. Dieses Display ist besonders stromsparend, weil es langsamer getaktet ist. Man könnte entweder den Widerstand wechseln und wieder 91KOhm einsetzen (so verbraucht das Display wieder mehr Strom) oder man verlängert die Warteschleifen um den entsprechenden Faktor.
  2. Die Kabel

    Sie sind hier eigentlich nur aufgeführt, weil sie bei mir Probleme gemacht haben. Flachbandkabel brechen gerne mal. Dann entstehen merkwürdige Fehler wie unkontrollierte Wechsel von Groß- und Kleinschreibung oder das Display wird gar nicht erst intialisiert.

Fehler in „Hohe Schule der Elektronik“

Cover des Buches "Hohe Schule der Elektronik"Die „Hohe Schule der Elektronik“ enthält leider einige Fehler. Ich habe hier einmal angefangen, Fehler in diesem Buch aufzulisten und diese zu berichtigen. Diese Liste bezieht sich auf die 5. deutsche Auflage und erhebt natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte helft mir diese Liste zu vervollständigen.

Geänderte Passagen sind kursiv gedruckt.

Seite: Fehler: korrigierte Version:
58 Der Grund liegt darin, dass Kondensatoren meist klobiger[…] Der Grund liegt darin, dass Spulen meist klobiger[…]
71 […] muß sein Input im Bereich von +-15V bleiben[…] […]muß sein Input im Bereich von +-15mV bleiben[…]
72 […] wobei bei Punkt A ungefähr -0,6A beibehalten werden. […]wobei bei Punkt A ungefähr -0,6V beibehalten werden.
89 [..]; nur ist die Ansteuerung leichter. […] die Ansteuerung ist leichter.
90 […] für Silikontransistoren klein ist, häufig 6 Volt. […] für Siliziumtransistoren klein ist, häufig 6 Volt.
91 […] für Ladeströme von 0 bis 100mA. […] für Lastströme von 0 bis 100mA.
91 RC schützt den Transistor […] RC schützt den Transistor […]
95 […] der erste Teil der exponentielle Ladekurve eines RC. […] der erste Teil der exponentielle Ladekurve eines RC-Gliedes.
97 Die letzte Spannung […] Die letzte Schaltung […]
99 […] das Verhaltung der Spannungsquelle […] […] das Verhaltung der Stromquelle […]
99 Die Spannungsquelle Q1 […] Die Stromquelle Q1 […]
103 IC = hFEIB Ic = hFEIB
110 […] wobei zwei Transistoren auf einem einzigen Silikonstück aufgebracht sind […] wobei zwei Transistoren auf einem einzigen Siliziumstück aufgebracht sind
121 […] das Eingangssignal mit dem Teiler zu laden […] […] das Eingangssignal mit dem Teiler zu belasten […]
123 […] Reaktion auf ein Normalmodesignal […] […] Reaktion auf ein Gegentaktsignal […]
164 […] somit ergeben sich höhere kapazitive Ströme bei gleicher Kapazität. […] somit stören kapazitive Ströme relativ zum Eingangsstrom bei FETs stärker.
167 […] , die direkt an die Stromversorgung liefern können. […] , die auf Höhe der Spannungsversorgung liegen können.
172 […], so daß sich keine Verstärkung in der Geschwindigkeit ergibt. […], so dass sich kein Geschwindigkeitsgewinn ergibt.
181 […] verhindert ein Aufladen des Kondensators[…] […] verhindert ein Entladen des Kondensators[…]
188 […](dabei ist jedoch eine hohe Eingangsimpedanz zu beachten, besonders bei Bauteilen für hohe Stromstärken)[…] […](dabei ist jede eine hohe Ausgangsimpedanz zu beachten […]
194 RDS(ein) max. [W] RDS(ein) max. [Ω]
196 […] wobei allerdings die Ansteuerung von Up12 unter 20 Volt liegen müßte. […] wobei allerdings die Ansteuerung von VP12 unter 20 Volt liegen müßte.
215 […] nie mit mehr als 150 Volt Vollausschlag angesteuert wird. […] nie mit mehr als 150% des Vollausschlags angesteuert wird.
217 Es gibt handelsübliche Leistungsendstufen mit Operationsverstärkern […] Es gibt handelsübliche Leistungsendstufen (=Buffer) für Operationsverstärker […]
236 Typ: LFnnn ???
242 […] nicht besonders elegant ist, esie doch ihren Zweck. […] nicht besonders elegant ist, erfüllt sie doch ihren Zweck.
246 Ein Operationsverstärker wie der 411 mit einem Vorspannungsstrom von 80nA ist ungeeignet; gewöhnlich ist ein Operationsverstärker mit einem FET im Eingang, wie der 411, notwendig […] Ein Operationsverstärker wie der 741 mit einem Vorspannungsstrom von 80nA […]
252 […] durch den maximalen Ausgangsstrom von 20mV […] […] durch den maximalen Ausgangsstrom von 20mA […]
257 Uaus = 1/(RC)*Integral (Uein)dt + konstant Uaus = 1/(RC)*Integral (Uein)dt + konstant(das ist auch im englischen Original falsch!)
275 [Zaus] W [Zaus] Ω
308 […] wobei Tn das Tschebyscheff-Polynom n-ter Ordnung […] […] wobei Cndas Tschebyscheff-Polynom n-ter Ordnung […](alternativ: das Cn in der Formel darüber in Tn ändern)
319 Lochfilter Kerbfilter
321 Schaltkondensatorfilter SC-Filter oder Filter mit geschalteten Kondensatoren
360 […] widersteht sogar Spannungsstößen von 80 Ampere […] widersteht sogar Stromstößen von 80 Ampere
424 […] und nimmt bei Ladeströmen von über einigen Milliampere beträchtlich ab. […] und nimmt bei Lastströmen von über einigen Milliampere beträchtlich ab.
425 Abbildung 6.59: Ladestrom [mA] Abbildung 6.59: Laststrom [mA]

Der zweite Band enthält anscheinend weniger Fehler.

Update April 2015:

Die dritte Auflage ist auf englisch erschienen. Die dortigen Fehler stehen in einer offiziellen Errataliste.

 

Eingetrocknete und ausgelaufene Elkos

Elektronische Geräte, die nicht ständig benutzt werden und unbenutzt in der Ecke stehen, funktionieren unter Umständen auf einmal nicht mehr, wenn man sie benutzen will.
Außer an korridierten Kontakten kann das an eingetrockneten oder ausgelaufenen Elkos liegen.

Wenn man die Elkos erwärmt (z.B. mit einem Fön), kann man sie oft wieder zur Zusammenarbeit bewegen. Trotzdem muss man sie natürlich austauschen, aber zur Lokalisation des Fehler kann das Erwärmen recht hilfreich sein.

Ausgelaufene Elkos fühlen sich „glipschig“ an und riechen ziemlich merkwürdig. Der Geruch verstärkt sich meist wenn man an ihnen herumlötet. Manchmal kann man auf der Platine auch Rückstände des ausgelaufenen Elektrolyts sehen. Auch diese Elkos müssen ausgetauscht werden.

Besonders häufig tritt dieser Fehler in Schaltnetzteilen auf.
Häufig passiert es, dass ein Videorecorder, der ja immer am Netz hängt, nach dem kurzzeitigen Ziehen des Netzsteckers nicht mehr anläuft. Tauscht man die Elkos, läuft er wieder einwandfrei.

Maximale Verlustleistungen von SMD-Widerständen

Beim Entwurf von Schaltungen mit SMD-Widerständen steht man häufig vor dem Problem, die maximal zulässige Verlustleistung des Widerstand in der entsprechenden Bauform kennen zu müssen. Diese kann durch die kleine Bauform sehr gering sein. Hier ist eine kurze Übersicht.

 

Bauform max. Verlustleistung [W] Bemerkung
01005 0,03 extrem klein, selten
0201 0,05
0402 0,063
0603 0,1
0805 0,125 gebräuchlich
1206 0,25 gebräuchlich
2010 0,75
2512 1
Micro-MELF (0102) 0,2 rund
Mini-MELF (0204) 0,25 rund
MELF (0207) 1

 

Diese Übersicht gilt nur für grob tolerierte General-Purpose-Widerstände. Typen mit geringer Toleranz oder besonderen Eigenschaften können geringere maximale Verlustleistungen haben. In diesem Fall sollte das entsprechende Datenblatt des Herstellers konsultiert werden.

Firmware Version Centrum Gemini 330

Um in das Infomenü des DVD-Players Centrum Gemini 330 von NetonNet zu gelangen, muss man im Startbildschirm ohne eingelegte DVD die Tasten: „Menu“ – „1“ – „3“ – „5“ -„7“ schnell hintereinander drücken. Diese Tastenfolge funktioniert auch bei anderen Playern aus der Centrum Gemini-Reihe wie dem Gemini 332.

Dann erscheint folgendes Bild:


bzw. nach dem Firmwareupdate V1.53 (Die Version 1.53 wird als V1.51 angezeigt!):



Links zu den einzelnen Komponenten:

Decoder-Chip: Esstech ES6018
DA-Wandler: Cirrus CS4362
DVD-Laufwerk: DVS DSL 710A
einige Player-Versionen benutzen auch das Raymedia RL-A700 (Link down)


Firmwareupdates:

[UPDATE]
Die deutsche Niederlassung von NetOnNet gibt es nicht mehr und auch auf der schwedischen oder norwegischen Seite sind keine Updates mehr zu finden.